Was ist das flowmotion-project ?

Wir alle möchten als Individuen wahrgenommen werden. Für viele Menschen gibt es nichts Schlimmeres, als in der Masse zu verschwinden. Und doch sind wir alle Teil eines grösseren Systems, in welchem wir uns vielleicht nicht ganz so individuell bewegen, wie wir denken.

Doch wie bewegen wir uns in diesem System, welches uns umgibt?

Sind unsere Bewegungen einzigartig oder sind wir schliesslich doch nur Mitläufer, Teil eines grossen Schwarms, in dem wir uns fortbewegen?

Mit meiner Projektarbeit schaffe ich Medieninstallationen,welche individuelle Bewegungen nachzeichnen und deren mögliche Schnittpunkte und Gesetzmässigkeiten offenbaren. Sind Mechanismen erkennbar, die auf einen übergeordneten Bewegungsorganismus schliessen lassen?

Ermöglicht das Sichtbarmachen eines neuen Blickwinkels neue Erkenntnisse?

Das „flowmotion-project“ konstruiert eine offene Versuchsanordnung, welche die Menschen mit ihrem Schwarmverhalten konfrontiert.
Das „flowmotion-project“ untersucht, ob Menschen mittels visueller Reize auf ihr Schwarmverhalten aufmerksam gemacht werden können und, ob das Erkennen dieses Verhaltens ihre Bewegungen im Raum beeinflusst.

Da die beobachteten Teilnehmer ausschliesslich mit visuellen Mitteln auf das sich vollziehende Projekt aufmerksam gemacht werden, ist es ihnen allerdings auch durchaus möglich, sich diesem Reiz zu entziehen.
Das „flowmotion-project“ versteht sich als Versuch, mehr über die Gesetzmässigkeiten der Schwarmdynamik herauszufinden.

Die bisherige Schwarmforschung hat sich in erster Linie auf die Mechanismen in der Tierwelt und eine mögliche Übertragung dieser Gesetzmässigkeiten auf das Verhalten des Menschen konzentriert.
Beim homo erectus wurden bisher hauptsächlich Experimente im Bereich der Panikforschung oder des Kaufverhaltens durchgeführt.
In meinem Projekt geht es darum, in einer Reihe von Experimenten zu erforschen, inwieweit sich der Mensch von visuellen Impulsen leiten und beeinflussen lässt.
Die Experimente finden in einer definierten Umgebung statt, die mit rezeptiven und projektiven Geräten bestückt ist. Einerseits zeichnen diese die Bewegungsimpulse der Versuchsteilnehmerinnen und -teilnehmer auf, andererseits geben sie die abstrahierte Interpretation derselben gut sichtbar wieder. Das kontextbezogene Aufzeichnen und Sichtbarmachen der menschlichen Bewegungen könnte sich also direkt oder indirekt auf das Verhalten der Versuchspersonen auswirken.

Wenn sich die Leute in ihren visualisierten Bewegungen wiedererkennen, werden sie darauf reagieren und diese eventuell zu modifizieren versuchen. Werden sie sich anders verhalten bzw. bewegen, wenn sie wissen, dass sie beobachtet werden?

Es stellt sich darüber hinaus die Frage, ob das reflektierte Monitoring menschlichen Verhaltens eine Schwarmbildung auslösen, beeinflussen oder verstärken kann. Zu Interpretationszwecken werden die Experimente dokumentiert (Foto/Video), verschiedenen Personen zur Begutachtung gezeigt und im Hinblick auf ihre Wirksamkeit modifiziert.

Roland Pavloski
web: flowmotion-project.ch
email: info@flowmotion-project.ch

What is the flowmotion-project ?

All of us want to be recognized as individuals. Many people can’t imagine anything worse than disappearing in the masses.
Yet, we are still part of a bigger system, in which we don’t move as the individuals we like to think we are.

How do we move in this system that surrounds us?

Are our movements unique or are we, after all, only followers who are part of the giant swarm in which we move? In my thesis, I created mediainstallation, which traces individual movement and displays its intercept points and principles.
Are mechanisms that suggest a superior movement mechanism recognizable?

Does the visualization of a new perspective enable new insights?

Roland Pavloski
web: flowmotion-project.ch
email: info@flowmotion-project.ch